WORKATION.CHArbeite, mal woanders.

RECHT

Beitrag von Experte, Daniel Dietrich, VAMOZ AG

Workation – Die Zukunft der Arbeit oder ein rechtliches Minenfeld?

Die Arbeitswelt wandelt sich rasant und Remote Work hat sich in vielen Unternehmen fest etabliert. Eine interessante Facette dieser Entwicklung ist das Konzept der Workation, also der Kombination aus Arbeit und Urlaub im Ausland. Mitarbeiter können so das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und Arbeitgeber profitieren von zufriedenen, motivierten Teams. Doch bei aller Begeisterung für die neue Arbeitswelt ist es wichtig, mögliche Risiken und Fallstricke im Blick zu behalten. Wir zeigen kurz auf, worauf man besonders achten sollte.

Die wichtigsten Aspekte von Workation

Steuerliche Risiken: Eine Workation im Ausland kann steuerliche Konsequenzen haben. Je nach Land und Aufenthaltsdauer können unterschiedliche Steuerpflichten entstehen, sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber. Daher ist es wichtig, sich vorab über die steuerlichen Regelungen im Zielland zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen.

Sozialversicherungsrechtliche Fragen: Auch die Sozialversicherungssysteme unterscheiden sich von Land zu Land. Es ist essentiell, die Regelungen des Gastlandes zu kennen und abzuklären, ob und in welchem Umfang man dort sozialversichert ist. Möglicherweise ist es notwendig, eine private Krankenversicherung abzuschließen oder zusätzliche Absicherungen zu treffen.

Arbeitsrechtliche Aspekte: Arbeitsrechtliche Bestimmungen wie Arbeitszeiten, Feiertage oder Kündigungsschutz können im Ausland von denen im Heimatland abweichen. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, welche Gesetze im jeweiligen Land gelten und wie diese den Arbeitsvertrag beeinflussen.

Kulturelle Unterschiede und Kommunikation: Eine Workation bedeutet auch, sich in einer anderen Kultur zurechtzufinden und möglicherweise auf sprachliche Barrieren zu stoßen. Es ist daher wichtig, auf die lokale Kultur einzugehen, um erfolgreich und effizient remote zu arbeiten. Dazu gehört auch, sich über lokale Gebräuche und Verhaltensweisen zu informieren und diese zu respektieren. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt wichtig, will man persönlich vom Workation-Aufenthalt profitieren, heißt beispielsweise möglichst viele neue Eindrücke sammeln und sich inspirieren lassen.

Warum es wichtig ist, jeden Aufenthalt rechtlich zu analysieren: Die rechtlichen Aspekte einer Workation können komplex sein und weitreichende Folgen haben, wenn sie nicht sorgfältig betrachtet und geplant werden. Eine umfassende Analyse jedes einzelnen Falles ist daher unerlässlich, um mögliche rechtliche Probleme zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind. Durch die Berücksichtigung der steuerlichen, sozialversicherungsrechtlichen, arbeitsrechtlichen und kulturellen Aspekte kann man sicherstellen, dass die Remote-Arbeit im Ausland sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber erfolgreich und risikofrei verläuft und maximalen Nutzen stiftet.

VAMOZ – Enabling Remote Work Abroad: Um sicherzugehen, dass Workation im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften steht, arbeitet schon eine Vielzahl von Unternehmen mit dem Schweizer Legal-Tech Unternehmen VAMOZ zusammen. Das Unternehmen bietet eine umfassende Risikobewertung von Workation-Anfragen und hilft dabei, einen rechtlich konformen Prozess im Unternehmen zu etablieren. Der VAMOZ Remote-Work-Assistent bringt dabei den Beantragungs- und Genehmigungsprozess in eine einfach und effizient handhabbare Form. Anhand eines übersichtlichen Outputs kann der Arbeitgeber über die Freigabe eines Workation-Aufenthaltes entscheiden.

PS: Hier haben wir noch ein paar Do's & Don'ts von Remote Work Abroad bzw. Workation zusammengestellt: 

Do's:

  • Klare Absprachen mit dem Arbeitgeber treffen
  • Arbeitszeiten und Erreichbarkeit im Voraus planen
  • Sicherstellen, dass die technische Infrastruktur vor Ort ausreichend ist
  • Ortsunabhängiges Arbeiten üben, bevor man sich auf eine längere Workation begibt

Don'ts:

  • Steuer- und Sozialversicherungsfragen ignorieren
  • Die Arbeit vernachlässigen, weil man im "Urlaubsmodus" ist
  • Sich auf fragwürdige Internetverbindungen verlassen
  • Den Arbeitgeber oder Kunden im Unklaren über den Aufenthaltsort lassen